Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) organisierte im Rahmen der Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ erneut einen Workshoptag mit speziellen Fachthemen. Im Mittelpunkt standen diesmal Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, digitale Gewalt und Hassrede im Gaming-Bereich. Die jährliche Veranstaltung richtet sich an die Unterstützenden der Initiative und bietet Raum für Austausch, Vernetzung und fachliche Vertiefung.
Der BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege begrüßte zunächst die Teilnehmenden und dankte diesen für ihre Unterstützung. Es folgte ein Impulsvortrag des Beauftragten der Bayerischen Polizei gegen Hasskriminalität, insbesondere Antisemitismus, Michael Weinzierl. Er stellte heraus, wie sehr sich Formen von Hass und digitaler Gewalt verändert haben und welche Rolle neue technische Möglichkeiten dabei spielen.
Einführend zum ersten Themenblock KI gab Dr. Carolin Gierth von der BLM/KI.M ein Update zur KI-Verordnung der EU. Ihr Kollege Jim Sengl von den Medien.Bayern/KI.M stellte aktuelle Trends im Bereich Künstliche Intelligenz vor. Das KI-Kompetenzzentrum (KI.M) ist eine gemeinsame Initiative von BLM und Medien.Bayern und soll Medienunternehmen und Medienschaffende beim Aufbau von KI-Kompetenzen und bei der rechtssicheren Integration dieser Technologien unterstützen. Kriminaloberkommissar Johannes Schmalkalt ging im Speziellen auf kriminalpräventive Fragestellungen ein und zeigte auf, welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sein können. Sara Egetemeyr von Penemue.ai informierte, inwiefern KI-gestützte Systeme dabei helfen können, Hass im Netz zu erkennen, einzuordnen und wirksam zu bekämpfen.
Zwei Staatsanwältinnen von der Generalstaatsanwaltschaft München, Charlotte Ruf und Sophia Hager, gaben einen praxisnahen Einblick mit aktuellen Fallbeispielen in ihre tägliche Arbeit im Rahmen der Initiative.
Marylin Marx und Leya Jankowski von Webedia informierten über Hassrede im Gaming Bereich. Mit aktuellen Praxisbeispiele hinterlegten sie ihren Vortrag und erarbeiteten mit den Teilnehmenden konkrete Lösungsstrategien.
Der Workshoptag fand regen Zuspruch und wird auch im Jahr 2026 wieder stattfinden.